Bericht:

 

Bericht über 7. Wiener Walzer Kegel-WP-Turnier
Freitag, 15. - Samstag, 16. Oktober 2010 in Wien

Zum 7. Wiener Walzer Kegel-WP-Turnier gab es einen Rekord an Anmeldungen:
Wir warfen gleich 4 Mannschaften in die Schlacht, dazu machten erstmals die Karlsruher und gleich mit 2 Mannschaften mit. Ein Glück nur, dass sie den deutschen Bundesgerichtshof zu Hause ließen und nicht etwa als 3. Mannschaft mitnahmen, sonst wäre uns von den Herren in ihren schwarzen Robben gehörig eingeheizt worden. Allerdings hatten die Karlsruher ein kleines Spielerproblem. Es fehlte ihnen für die 2. Mannschaft ein Spieler, den sie sich von woanders ausleihen mussten. Frank Schäfer überredete einen hörenden Kollegen seiner Stamm-Mannschaft beim KSV Wien bei unserem Turnier mitzumachen und Christoph Rapf sagte schließlich zu. Er ist ein junger und schon sehr starker Spieler, der am Freitag dann auch mächtig aufgeigte: 542!
Damit besorgte er der Karlsruher B-Garnitur ein beruhigendes Polster.
Er spielte zusammen mit Frank Schäfer schon am Freitag, da beide am Samstag in der Superliga von ihrem Verein eingesetzt werden. Frank Schäfer ist übrigens als Deutscher Mitglied des GSV Karlsruhe spielt aber auch für den KSV Wien in der höheren Liga, da er derzeit in Wien lebt.
Am Freitag spielten auch fast alle unserer B-,C- und D-Mannschaften, lediglich unser Urtiroler Kurt Rieser wird am Samstag in der B-Gruppe zum Einsatz kommen.
Für viele wars allerdings ein schwarzer Freitag. 500er waren spärlich gesät, außer dem hörenden Rapf schafften es lediglich Josef Schiel (510), Franz-Josef Pamer (509) und Ramiz Delagic (503) die magischen 500 zu überschreiten.
Es führt also im Moment GKC Wien "D" mit genau 90 Holz Vorsprung vor unserer C-Mannschaft. Unsere B-Gruppe ist etwas angeschlagen. Günther Adelsberger macht seine Wirbelsäule zu schaffen, er kam über 498 nicht hinaus und Manfred Weidner hatte mit 495 wieder mal einen "unter 500er", das zum Glück aber selten bei ihm auftritt.

Von einem Podestplatz für eine der B-C und D-Mannschaften können wir allerdings nur träumen, denn am Samstag kommt die Elite der Turnierteilnehmer zum Zug. Chancen hat vielleicht noch die B-Mannschaft, wenn Kurt Rieser explodieren will. Schafft er einen 600er - ist die B-Mannschaft im Podesthimmel und er selber um 100 Euro Prämie reicher, denn der erste von uns bekommt für ein Ergebnis ab 600 Hundert Euro bar auf die aufgehaltene Hand. Wien ist allerdings kein guter Boden für unseren kampferprobten Kurtl, der anderorts mit Ergebnissen knapp unter 600 schon einigen Eindruck machte. Wir sind also mächtig gespannt auf sein Spiel und vor allem, dass es unserer A-Elite gelingt, den Vorjahrssieg zu wiederholen.

Am Samstag begannen wir schon um 9 Uhr vormittag, um mit dem Turnier rechtzeitig fertig zu werden. Geplantes Turnierende war 19:00 Uhr, mit eventuellen Bahngebrechen würde es sich vielleicht um eine halbe Stunde länger verzögern. Glücklicherweise ging alles schnell und ohne nennenswerten Unterbrechungen vonstatten.

Als erste Starter des Tages begannen Walter Breser von unserer A-Mannschaft, Markus Bethke, der für Karlsruhe "B" spielte und Wilhelm Donaczi (GSZ Graz). Walter schob sich mit 506 gerade noch über die 500er Hürde. 10 kleine Negerlein, äh... Fehler brannten ihm aber die ganze Zeit am Hintern. Ohne diese hätte er aber sicher mehr erreicht.

Dann schob sich unser "Dicker" Raimund Harmstorf - sprich: Erwin Salzer, der Wiener Seewolf - auf die WW-Bühne. Er kam immerhin auf 518 und brauchte sich vor den anderen nicht zu genieren.

Spannend wurde das Rennen um den Tagesbesten. Zwar konnte Salzer dem hörenden Rapf, der für Karlsruhe "B" spielte, mit seinen 518 nicht das Wasser reichen, aber wir hofften auf Robert Pucher oder Alois Standhartinger, die im Vorjahr mit 572 bzw. 555 hervorragende Ergebnisse einfuhren. Aber auch die Salzburger Walter Brandstätter und Gerhard Waltl waren Favoriten auf den Einzeltitel.

Zunächst begann Pucher. Er erreichte nur durchschnitttliche 127 im 1. Durchgang, im 2. DG auch nur 1 Kegel mehr als vorher. An den Einzeltitel war kaum mehr zu denken, als er urplötzlich im 3. DG explodierte und 158 Kegelchen umlegte. Das war Mord, purer Massenmord! Aber ein prächtiger dazu und sowieso legal, denn den Kegeln tut nie ein Zahn weh. Robert konnte seine Sprengkraft auch mit 142 im 4. DG erhalten und beendete das Spiel mit 555 Holz! Damit führte er die Einzelwertung mit beachtlichem Vorsprung an. Es kümmerte ihn nicht, dass er wegen der 555 seinen Mitspielern eine Runde Feuerwasser spendieren mussten, die Freude über dieses stolze Ergebnis war größer.

Alois Standhartinger versuchte dann auch alles, um Robert zumindestens einzuholen. In den ersten beiden Durchgängen lag er vorne, im 3. jedoch schon um 7 Kegel dahinter. Der 4. Durchgang war mit 111 Kegel jedoch ein Desaster. So musste er alle Träume auf die 50 Eier für den Tagesbesten begraben.

Die beiden starken Salzburger, die Robert noch gefährlich werden konnten, ließen ihn und uns dann lange zittern, als sie zu Anfang ihre "Kalaschnikows" (Maschinenpistolen) rattern ließen. Brandstätter erwischte aber mittendrin eine Ladehemmung (Kugel bleibt im Pistolenlauf stecken) und er segelte danach auf gemütliche 473. Waltl ergings zwar etwas besser, mit 519 schied er zwar beim Einzeltitelrennen aus, besorgte aber seiner Mannschaft gerade noch den 2. Platz, 15 Kegel vor unserer B-Mannschaft, die Dritter wurde. Kurt Rieser schaffte leider nicht mehr als 492, sonst wären wir wieder so wie im Vorjahr hinter der A-Mannschaft an 2. Stelle gelandet. Er hat aber sicher keine Schuld daran, alle anderen B-Jungs müssen sich einzeln an der Nase deswegen ziehen.

Sensationell unsere D-Mannschaft, die gerade noch den 4. Platz belegte. Dahinter folgte schon mit größerem Abstand der GSZ Graz als 5., Karlsruhe "A" lag nur um einen winzigen Kegel dahinter auf dem 6. Platz. Unsere C-Mannschaft hatte als 7. auch nur einen klitzekleinen Kegel Vorsprung vor dem 8., Karlsruhe "B". Dieser wiederum auch nur 2 Kegel Vorsprung vor dem LGKSV, der 9. wurde.

Auf dem letzten Platz landete die Salzburger B-Mannschaft als 10. Leider waren einige Spieler unter ihnen durch Verletzungen etwas gehandikapt, sodaß diese Mannschaft sich nicht zu ihrer vollen Stärke entfalten konnte.

Das Turnier war dann auch früher als geplant zu Ende. Bereits um 18:30 Uhr konnten wir abschließen, nachdem noch ein Schlachtenbummler aus Prag zusammen mit den beiden letzten Startern sein Können unter Beweis stellte.

Obmann Stöckl begann dann gleich um 19:00 Uhr mit der Siegerehrung.
Zu Beginn bat er alle um eine Gedenkminute für unseren langjährigen Freund und Mitkegler, Svetko Tankosic, der am 20. September 2010 gestorben ist.
Danach wurden alle Mannschaften, beginnend mit dem 10. Platz hinauf bis zum Sieger mit Urkunden, Pokalen und bei den ersten Drei auch Geldprämien geehrt.
Obmann-Stv. Helmut Grill ließ es sich zum Schluß nicht nehmen, unserer A-Mannschaft den Wanderpokal zu überreichen und ihnen zum endgültigen Gewinn zu gratulieren.

Robert Pucher erhielt noch seine Prämie für den Tagesbestentitel und für den Teilnehmer aus Prag, sowie der Turnierletzten, Krisztina Popp aus Karlsruhe, gab es auch Trostpreise.

Anschließend feierte der harte Kern der Gäste noch bis zur Sperrstunde, während die auswärtigen Teilnehmer wegen ihrer langen Heimfahrt etwas frühzeitiger aufbrachen.

 

Frank Schäfer

 

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